Mich deucht es wird wohl ein paar Einträge in Richtung “alte Dinge zurück ans Licht der Welt geführt” geben, so viel altes Zeug, wie ich beim Aufräumen gefunden habe…
Es ist doch interessant, wie sich die Mp3-Player im Laufe der Jahre verändert haben. Waren es einst ziemlich große Geräte mit verhältnismäßig wenig Speicherplatz, sind es nun wahre Speichermonster mit mehreren Gbyte-Speicher.
Doch wie hat meine Mp3-Player Odyssee begonnen und wo endete sie? Dadurch, dass ich meine Hardware immer recht gut behandle musste ich zum Glück nie so viele Mp3-Player kaufen, aber drei Stück waren es dann doch.
Stufe 1: Medion MD 6242
Ich meine mich daran erinnern zu können, dass alles im Juni 2003 angefangen hat mit dem Medion MD 6242 von Aldis Hausmarke Medion. Interessant ist auch, dass man nun im Jahre 2009/10 keine Google Einträge mehr zu dem Produkt findet. Es existiert nicht mehr in der Welt des Internets, abgesehen von ein paar Foreneinträgen. Der doch relativ handlich aussehende Medion Mp3-Player kommt mit sage und schreibe 128 in Worten “Hundertachtundzwanzig” Mbyte Speicher daher, von denen 64 intern sind und durch eine ziemlich große Speicherkarte weitere 64 Mbyte extern ergänzt werden können. Im Handbuch findet man zudem den Eintrag, dass der MD 6242 lediglich 100 Titel verwalten könne. Deswegen wird es wohl nicht möglich sein sehr viel Speicher zu ergänzen. Praktisch ist dieses Feature trotzdem und auf Grund der Größe der Speicherkarten wird es wohl sehr schwer werden, diese zu verlieren. Was man von den modernen Micro SD Karten nicht gerade behaupten kann. So über den Daumen gepeilt sind diese circa 100 Mal kleiner als die schicke Smart Media Card des Mp-Players. Der MD 6242 wird noch mit klassischen AAA Batterien angetrieben und hatte meines Wissens nach eine Akkulaufzeit von 5-6 Stunden, was o.k. ist für so ein altes Gerät. Internes Mikrophon, sowie ein Anschluss für ein externes Mikro, in Verbindung mit einer Displayhintergrundbeleuchtung in schönem Türkis, was will man mehr?
Medion hat wirklich ganze Arbeit geleistet, denn der Mp-Player funktioniert noch immer ohne Probleme und hat bereits mehrere Stürze aus den unterschiedlichsten Höhen und auf die verschiedensten Oberflächen überlebt. Die letzten Monate seines Lebens wurde er nur noch durch Klebeband zusammengehalten, doch auch diese notdürftige Reparatur hat ihn nicht davon abgehalten zu laufen. Gutes Gerät, dass mir die 150€ damals wirklich wert war, wirklich.
Stufe 2: Creative Zen Touch
Wie viele Spitznamen hat das Gerät schon bekommen? 2 Millionen? 3 Millionen? Manche hielten es für ein Raumschiff, andere dachten es sei ein tragbarer Kühlschrank. Es wurde für eine externe Festplatte gehalten, was es im Grunde auch ist, sowie als Mordwaffe beschimpft. Weißer Klotz, Ziegelstein und Kleintransporter sind ebenfalls noch mal so drei Bemerkungen, die Leute zu dem Gerät gemacht haben.
Leider haben sich noch so ganz unrecht. Der Zen Touch ist wohl der größte, schwerste und beste Mp-Player den ich jemals gehabt haben werde. In puncto Akkulaufzeit und Klangqualität und Wiedergabelautstärke hab ich noch nichts gehört, was ihm da auch nur im Ansatz das Wasser reichen könnte. Der Zen läuft ohne Probleme 24 Stunden am Stück bei voller Lautstärke und hat immer noch einen Strich bei der Akkuanzeige. Er bietet Speicherplatz für 20 Gbyte Musik und verfügt ein wunderschönes durch Berührung steuerbares Menü. Die Random Funktion ist ebenfalls sehr gut und das Gerät ist so massiv, dass es schon seeeeehr viele Stürze überlebt hat. Es ist bei voller Fahrt mit dem Rad aus der Hose gefallen, oder beim Joggen( ja ich war mit dem Zen sogar joggen) auf den Asphalt gestürzt. Es ist nichts passiert, außer das die interne Festplatte dafür gesorgt hat, dass der Touch neustarten musste.
Doch diese Eigenschaften sind auch zu gleich seine größten Schwächen. Er ist einfach groß, schwer und sieht nicht unbedingt super hübsch aus. Aber wenn man mal irgendwo gefangen ist und muss eine Wache erledigen, nimmt man seinen Zen. Will man ein Haus bauen und hat keinen Hammer zur Hand hat, nimmt man seinen Zen Hat man mal keine Ziegelsteine mehr, nimmt man seinen Zen. Muss man ein schwarzes Loch erzeugen wirft man einfach den Zen kräftig gegen die Wand. Praktisch so ein Zen Touch.
Der Touch läuft immer noch ohne Probleme und wurde damals von mir bei Amazon im Jahre 2005 gebraucht für 150€ gekauft.
Stufe 3: Samsung Qbowl
Eigentlich ist es ein Handy und kein Mp3-Player, aber dank der 2 Gbyte Speicher und der handlichen Größe verleitet das Qbowl mich dazu es zu diesem Zweck zu verwenden. Es ist zudem deutlich leichter als der Zen Touch und man kann damit noch telefonieren. Dadurch spart man Platz in der Hosentasche und verbindet zwei praktische Funktionen in einem Gerät. Man sieht, ich habe aus meinen Fehlern gelernt und besitze nun ein handliches Gerät mit ausreichend Speicher und halbwegs akzeptabler Akkulaufzeit. Denn das Samsung hält circa 5-6 Stunden durch, bei der Musikwiedergabe. Ein schickes Touchscreen mit leichter Ungenauigkeit und schicke Stereo Lautsprecher runden den Gesamteindruck ab. Das Handy kann man ebenfalls mit Micro-SD Karten erweitern und bietet somit viel Platz für Musik. Gekauft hab ich das Qbowl gebraucht für 90€ im Jahre 2009, also ist es noch ganz frisch. In Sachen Klangwiedergabe ist es auch gut, kommt aber nicht an den Zen Touch heran, zumindest Subjektiv.
Fazit: Wie man sieht, habe ich mich erfolgreich gegen diese penisförmigen Mp3-Player/USB-Sticks gewehrt und das finde ich auch gut. Diese merkwürdigen 1 AAA Batterie benötigen 512 MB Dinger fand ich immer schrecklich. Einfach schwer zu bedienen und unpraktisch wegen der geringen Laufzeit und dem hässlichen Design. Das Display war immer viel zu klein und konnte meist mit 30000 verschiedenen Hintergrundfarben beleuchtet werden…. nichts für mich.