
Noch ein wunderschöner Sonnenuntergang an der Ostsee
Das Ziel und die Reise:
Das wir (meine Freundin und ich) Zelten gehen wollten, war uns bereits von Anfang an klar, doch wo wir genau landen würden, stand noch in den Sternen. Nachdem wir jedoch einige hundert Kilometer gefahren sind und die Sonne so langsam das Auto in einen Hochofen der Navigationseskalation verwandelt hatte, peilten wir Kalifornien als Ziel an. Bei Kalifornien handelt es sich nicht etwa um den in den Vereinigten Staaten gelegenen Bundesstaat, sondern um eine kleine Gemeinde in der nähe von Brasilien und Krokau. Ja, die liegen alle nebeneinander an der Ostsee. Wer auch immer für diese Namen verantwortlich ist, hatte auf jeden Fall eine Menge Humor.
Dort angekommen mussten wir jedoch zwei Dinge feststellen. Ersten, die Straßenverbindungen zwischen den Zeltplätzen am Strand sind sehr schlecht und man kommt nur über Umwege ans Ziel, und zweitens, dass alle Zeltplätze bereits hoffnungslos überfüllt sind. Es gab also keine Chance noch einen Platz zu bekommen. Inzwischen war es 17:30 und wir waren bereits seit über 6 Stunden unterwegs. Dem kleinen Polo schien das jedoch nicht zu stören, der Tank stand nach 350 Kilometern immer noch auf 1/2. Das war nach der langen Fahrt und der nun etwas schlechteren Stimmung eine positive Nachricht. Ich mag den kleinen Polo einfach. Nachgerechnet ergibt das übrigens einen Verbrauch von lediglich 6 Liter auf hundert Kilometer, was sich für ein Auto aus dem Jahre 1996 doch sehen lassen kann.
Frustriert aber auch nicht wirklich überzeugt von dem vorgefundenen Campingplätzen haben wir ein neues Ziel eingeschlagen. Es sollte noch weiter in den Norden gehen und vorbei an Kiel in die Nähe der dänischen Grenze. Nach der langen Fahrt war ich schon etwas müde und nicht mehr so ganz aufmerksam unterwegs, was in der Kieler Innenstadt manchmal sehr unangenehm werden kann. Doch meiner Beifahrerin und der Langstreckenerfahrung sei dank, ist nochmal alles gut gegangen. Zu guter Letzt haben wir dann noch einen Zeltplatz gefunden. Nämlich Oehe-Drecht in 24376 Hasselberg. Schaut man auf die Karte, dann wird man feststellen, dass dieser nicht wirklich in der Nähe des ursprünglich angepeilten Ziels liegt, aber dem neuen Ziel doch sehr nahe kommt. Dort gefiel es uns auf Anhieb sehr gut, was nicht zuletzt daran liegt, dass meine Freundin bereits vor ein paar Jahren dort gezeltet hat.
Nach der zweiten Kiel-Durchfahrt kann ich jedoch sagen, dass ich dort niemals wohnen wollen würde. Die Stadt hat einen komischen Eindruck auf mich erweckt und lud nicht gerade zum Verweilen ein. Aber das ist nur ein ganz persönlicher Eindruck, der auch deswegen entstanden sein kann, weil ich bereits mehrere hundert Kilometer gefahren bin.
Endliche Angekommen:
Hier auf dem Campingplatz ist jedoch alles sehr ruhig und es gibt auch noch relativ viele freie Plätze. Die Sanitären-Anlagen sind super und die Nachbarn freundlich. Lediglich die kleinen schwarzen Käfer die auf alles fliegen, was Gelb oder Orange ist, nerven ein wenig. Es scheint irgendwo eine Quelle im Gebüsch zu geben, die unermüdlich Nachschub produziert. Ein Kampf der nicht zu gewinnen ist. Das Wetter war die Tage auch mehr als klasse. Was ich damit sagen will, ist dass sich dieser Campingplatz lohnt und dass er auch nicht sonderlich teuer ist. 85€ für 5 Nächte mit PKW, Zelt und zwei Erwachsenen ist nicht wirklich teuer. Doch dazu Später mehr.
Navigation:
Eigentlich sollte uns Navit den Weg weisen, doch das hat leider nicht so richtig funktioniert. Auf der einen Seite ist meine Beifahrerin besser mit der analogen Karte zurecht gekommen und auf der anderen Seite wollte das Programm einfach keine Straßennamen anzeigen. Wirklich schade, da ich mir im Vorfeld wirklich viel mühe gegeben habe Navit zu konfigurieren. Doch meiner Beifahrerin sei Dank, haben wir es dann doch ans Ziel geschafft. Im Gegensatz zu mir war sie von Anfang an der Meinung, dass man sich nicht auf die Technik verlassen und stets Papierkarten dabei haben muss. Sie sollte Recht behalten.
Am Ende der Fahrt jedoch konnte Navit nochmal beweisen, dass es etwas taugt, da in dem OSM-Kartenmaterial auch alle Zelt- und Campingplätze verzeichnet waren. Dies war bei der analogen Karte nicht der Fall. Doch ich werde wohl in einem spätere Blogeintrag noch einen Navit-Praxistauglichkeitstest nachreichen.
Ende:
An dieser Stelle will ich auch erst einmal gar nicht mehr so viel über den Urlaub schreiben, sondern lieber noch ein paar Bilder zeigen.
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Noch ein wunderschöner Sonnenuntergang an der Ostsee
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Bisschen Stimmung musste auch sein.
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Neele
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Der bepackte Polo auf der ersten Raststätte an der Autobahn.
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Steine Oehe Draecht Ostsee.
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Wasser und Strand
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Das wunderbare alte Zelt von meinem Vater.
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Die Überfahrt mit der Fähre von Glückstadt.
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Ein wunderschöner Sonnenuntergang an der Ostsee
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Der erste Sonnenuntergang an der Ostsee.
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Komische schwarze Käfer, die auf Orange abfliegen.
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Das bin ich. Yanneck.
Weitere Beiträge gibt es dann in kleinen Stücken nach und nach.
Darunter:
Navit-Praxistauglichkeitstest
Buchempfehlung “Journalistisches Schreiben”
Das Camping A und O, wichtige Dinge die man nicht vergessen sollte
Campingplatz “Oehe-Drecht”-Erfahrungsbericht
W-LAN auf dem Campingplatz, wie kommt man am Besten dran und welche Tricks gibt es