Während meiner Abiturvorbereitungen finde ich allerhand lustige, wenn auch alte, Texte, die ich mal für die Schule schreiben musste. Damit diese nach meinem, hoffentlich erfolgreichen Abitur, nicht in Vergessenheit geraten und evtl. für die Nachwelt behilflich sein können, werde ich diese nun in einer Art “Rückblick auf 13 Jahre Schule” veröffentlichen. Im Nachhinein sind die 13 Jahre doch sehr schnell vergangen… nun gut. Noch ist es leider nicht vorbei.
Den Anfang macht ein Erdkundereferat aus dem Jahre 2008 über Indien.
Allgemeines zu Indien:
Bevölkerung, Fläche, wichtigste Städte und Allgemeines:
In Indien leben ca.9.000.000 Menschen auf 3.287.263 Quadratkilometern auf 25 Staaten verteilt. Die Hauptstadt ist New Delhi.
Braucht Indiens Landwirtschaft den Sommermonsun?
Da es sich bei Indien noch mehrheitlich um ein Agrarland handelt, kommt den Niederschlägen des Monsuns eine lebenswichtige Bedeutung zu. Ein Drittel der Arbeitskräfte sind direkt in der Landwirtschaft beschäftigt (110 Mio.). In Indien gibt es über 163 Mio. ha Anbaufläche. Allein Getreide beansprucht ca. 100 Mio. ha.
Gemessen an den Tierbestände liegt Indien an der Weltspitze mit ca. 200 Mio. Rindern, 11 Mio. Schweinen, 80 Mil. Büffeln 45 Mil. Schafen 120 Mil. Ziegen und 410 Mio. Hühnern.
Würde der Sommermonsun ausbleiben, so gäbe es also eine große Hungernot, weil die Tiere nicht genug fressen finden würden und das Getreide auf den Feldern nicht bewässert werden könnte.
Regnet es jedoch zu viel und zu lange, vermodern die Getreidesamen im Boden und es gibt ebenfalls eine große Hungernot.
Der Monsun ist der Lebensatem Indiens.
Erosion und Überschwemmungen – unlösbare Probleme?
Es gibt kaum Möglichkeiten sich gegen den Regen zu schützen, der so lebenswichtig für die Bevölkerung ist, wie auch gefährlich.
Das fortspülen des Bodens durch starken Regen lässt sich nicht verhindern. Genauso wenig wie das Austrocknen des Bodens während der Hitzeperiode.
Der Regen zerstört viele Teile des Landes, die Häuser, Menschen und Tiere ertrinken in den Wassermassen und die Ernte verfault. Den Missernten folgt der Hunger, dem verschmutzten Wasser die Seuchen, Krankheit und Obdachlosigkeit lässt den Kreislauf von Armut zu noch größerer Armut heranwachsen.
Der Gebirgsboden, durch Rodung zerstört, kann die monsunalen Niederschläge nicht mehr auffangen und speichern, Überschwemmungen im Tiefland werden deshalb immer häufiger. Allein dies Faktoren verlangsamen den Fortschritt mit furchtbaren Auswirkungen für die Menschen. Eine Möglichkeit diesen Überschwemmungen entgegen zu wirken, wäre eine Aufforstung der abgeholzten Wälder, denn diese haben stark unter dem Wachstum Indiens gelitten:
Rückgang der Waldfläche:
| Ursachen |
Rückgang der Waldfläche |
|
|
in 1.000 ha |
in Prozent |
| Staudämme |
479,1 |
11,6 |
| Landwirtschaft |
506, 9 |
60, 6 |
| Straßenbau |
57,1 |
1,6 |
| Industrieanlagen |
127,2 |
3,1 |
| Sonstige |
965,4 |
23,3 |
| Summe |
4.135,7 |
100,0 |
Quelle: Kulkarni (1993), nach Gadgil & Guha (1992); This fissured land, an egological hitory of India. Delhi.
In der Stadt: Wohin mit all dem Wasser und die Probleme in den Slums?
Das viele Wasser, legt den Verkehr lahm, treibt Menschen von den Straßen und zerstört Häuser und Autos. Viele Menschen sterben bei diesen Fluten, aber bei weitem nicht so viele, wie während der Hitzeperiode.
Während der Hitzeperiode sterben so viele Menschen, das manche Krematorien nicht mehr mit der Verbrennung der Leichen hinter herkommen. Manchmal sind es innerhalb weniger Wochen mehr als 3000 Menschen.
Probleme die durch den Regen entstehen, gibt es hauptsächlich nur in den Slums, denn die Menschen in der Stadt, haben sich an den Regen gewöhnt und haben ihr Leben angepasst. Es gibt unterirdische Reservoirs, die das Wasser auffangen sollen, und so verhindern, das die Straßen überflutet werden, jedoch sind diese meist schnell überflutet und die Straßen stehen unter Wasser.
Ein viel größeres Problem, sind gar nicht die Wassermassen in der Stadt, sondern die Wassermengen in den Slums, denn die Häuser sind dort im besten Falle nur einfache Wellblech oder Papphütten. Der viele Müll und Dreck beschleunigt die Entstehung und Verbreitung von Seuchen. Die Menschen die dort in ärmlichsten Verhältnissen leben, haben keinerlei medizinische Versorgung oder Kanalisation, hier sterben die meisten Menschen während des Monsunregen.